Hier werden die Hauptaspekte der Siedlunsentwicklungsstrategie – Vision, Strategiepfade, Richtprojekte – sowie einige der für die erarbeitete Strategie relevanten Analysethemen vorgestellt.
Siedlungsentwicklungsstrategie
Strategiepfade
Die unten aufgeführte Grafik illustriert, wie der Ortsteil Hofen über vier Strategiepfade zur angestrebten Vision gelangen soll. Als integrale Aspekte der Strategiepfade werden Richtprojekte vorgeschlagen, welche in einem kurzen bis langfristigen Zeitraum umgesetzt werden können. Überschneidungen der einzelnen Pfade verdeutlichen das strategische Potenzial einzelner Richtprojekte für den Ort.
Strategiepfad 1: Ortsbezogene Innenentwicklung
Die Ortsplanung von Hofen soll auf eine qualitative, ortsbezogene Siedlungsentwicklung ausgerichtet werden. Das prognostizierte Wachstum mit dem entsprechenden Wohnungsbedarf soll in geeigneten Gebieten, wie dem Gebiet der ehemaligen Gärtnerei, stattfinden. Besonderes Gewicht ist auf die Erhaltung der historischen Bebauungsstruktur sowie die räumliche und gestalterische Integration der Neubauten zu legen.
Strategiepfad 2: Gestalterische Aufwertung
Eine gestalterische Aufwertungsstrategie für Hofen soll dazu beitragen, seine räumlichen Qualitäten hervorzuheben und seine Gemeinschaftsräume lebenswerter, sicherer und attraktiver zu machen. Besonders der Dorfplatz soll als Begegnungsort ausformuliert, und die Sitz- und Spielplatzmöglichkeiten im Dorf gefördert werden.
Strategiepfad 3: Verkehrsoptimierung
Die Sicherheit von Fussgängern und Radfahrern ist mit verkehrsberuhigenden Massnahmen zu fördern. Nach Möglichkeit sollte der Weg zur Reiatschule von der Hauptstrasse entkoppelt werden.
Strategiepfad 4: Inszenierung Ortsqualitäten
Hofen will sich selber im besten Licht präsentieren und seine Qualitäten auf verschiedene Arten inszenieren. Dazu sind eine verstärkte digitale Präsenz sowie eine lokale Hervorhebung der Schlüsselbauten und -orte erforderlich.
Vision nach Themen
Richtprojekte
Für die Umsetzung der Strategie für Hofen wurden acht Richtprojekte vorgeschlagen. Diese reichen von kurzfristigen Massnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit des Dorfes über mittelfristige Projekte zur Verbesserung der Raumqualität und zur Schaffung von neuem Wohnraum bis hin zu langfristigen Massnahmen zur Revitalisierung der Biber und zur Neuordnung des Verkehrsnetzes.
Richtprojekt Karte

Richtprojekt Liste

Analysethemen (Auswahl)
Landschaft
Der Untere Reiat zeichnet sich durch seine hügelige Landschaft, die durch diverse landwirtschaftliche Nutzungen und Wälder geprägt wird, aus. Dank seines qualitätisvollen intakten Landschaftsbildes wird das Gebiet im kantonalen Richtplan als „schützenswerte Landschaft“ bezeichnet. Von herausragender Bedeutung sind die Trockenwiesen und -weiden, viele davon sind im kantonalen Naturschutzinventar. Die Streuobstwiesen, welche in Hofen oft anzutreffen sind, sowie die Hanglagen mit Einzelbäumen und Waldflächen vis-à-vis der offenen weiten Kultur- und Landwirtschaftsflächen, sind markant. Die Biber fliesst durch das Gebiet und wird teilweise landwirtschaftlich genutzt. Da sie weitgehend kanalisiert und ihre Nebenflüsse teilweise eingedolt sind, ist die Biber Kandidatin für eine Renaturierung, wie es auch im kantonalen Richtplan steht.
Schützenswerte Bauten
Hofen besitzt ein weitgehend schützenswertes Ortsbild. Glanzstück des Ortsbildes ist der barocke „Holländer-Bezirk“ mit der Residenz von Tobias Holländer und der benachbarten Kaserne für Holländers Privatarmee. Sie werden von einer ganzen Anzahl Wohnhäusern, Bauernhöfe und Nebengebäuden umgeben und sind durch weitgehend intakte Zwischenbereiche miteinander verbunden. Ausser dem „Holländer-Bezirk“ im Oberhof bilden die Bauernhöfe entlang der Hauptstrasse einen abwechslungsreichen Strassenraum. Dort befindet sich auch der markante Gasthof Schweizerbund aus dem 19. Jahrhundert.
Baulandreserven und Innenentwicklung
Aufgrund des übergeordneten raumplanerischen Ziels der Siedlungsentwicklung nach Innen sind Einzonungen keine Option mehr. Deshalb muss nach Alternativen gesucht werden, damit die Ortsteile von Thayngen trotzdem wachsen können. Mögliche Entwicklungsstrategien aus der Arbeitshilfe des Vereins Agglomeration Schaffhausen wurden in Betracht gezogen. Da in Hofen die meisten Bauzonen gemäss der geltenden Nutzungsplanung bereits bebaut oder genutzt sind, soll die weitere Siedlungsentwicklung weniger durch die Verdichtung bestehender Grundstücke als vielmehr durch die Neuorientierung von unternutzten Flächen erfolgen.














